„Derzeit wird emotional über den Acht-Stunden-Tag diskutiert. Wie immer leider im schwarz-
weiß-Modus: Das Ziel ist mehr Flexibilität – für Arbeitgeber wie Beschäftigte. Also genau das, was
sich viele Beschäftigte im Rahmen des Oberthemas Vereinbarkeit wünschen. Und all das
innerhalb klarer Schutzgrenzen. Wenn von einer täglichen auf eine wöchentliche
Höchstarbeitszeit umgestellt würde, schafft dies dringend benötigte Spielräume für Betriebe und
Beschäftigte – gerade in Branchen mit saisonalen Spitzen, Projektarbeit oder unregelmäßigen
Arbeitszeiten. Entscheidend ist: Die europäischen Vorgaben bleiben bestehen. Die wöchentliche
Höchstarbeitszeit von 48 Stunden, verbindliche Ruhezeiten und der Arbeitsschutz werden nicht
angetastet.
Eine moderne Arbeitszeitregelung trägt der heutigen Realität der Arbeitswelt besser Rechnung.
Sie ermöglicht es, Arbeitszeiten an Auftragslagen und private Bedürfnisse anzupassen – etwa
durch längere Arbeitstage mit anschließendem Freizeitausgleich. Das kann die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf verbessern und die Attraktivität von Arbeit erhöhen. Pauschale Vorwürfe der
Ausbeutung greifen zu kurz. Flexibilität bedeutet nicht Zwang, sondern Gestaltungsfreiheit, die
verantwortungsvoll genutzt und tariflich flankiert werden kann. Wer Wettbewerbsfähigkeit,
Beschäftigung und Standortstärke sichern will, braucht ein Arbeitszeitrecht, das Praxis und
Schutz sinnvoll miteinander verbindet."
Bildunterschrift:
Foto: Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)
News

Medienstatement Arbeitszeit
Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes








