Im Rahmen der Reihe „KINO Bocholt – der besondere Film“ wird am Dienstag, 10. März, die Dokumentation „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ gezeigt. In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bocholt, Astrid Schupp, bietet der Abend einen intimen Einblick in das Leben der weltberühmten Autorin während des Zweiten Weltkriegs. Der Film beginnt um 20 Uhr im Kinodrom.

 

Die filmische Dokumentation thematisiert die Kriegstagebücher, die Astrid Lindgren zwischen 1939 und 1945 führte und die bis zum Jahr 2015 unentdeckt in ihrer Wohnung lagen. Diese Aufzeichnungen gewähren den Zuschauerinnen und Zuschauern einen eindringlichen Zugang zu den Schrecken des Krieges aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin, die sich zeit ihres Lebens für Frieden, Menschlichkeit und Gleichberechtigung einsetzte. Der Film unter der Regie von Wilfried Hauke verbindet dabei biografische Elemente mit dem damaligen Weltgeschehen.

In der 102-minütigen Dokumentation begeben sich Lindgrens Tochter und ihr Enkel gemeinsam auf eine emotionale Reise durch die Hinterlassenschaften ihrer Vorfahrin. Sie lesen zwischen den Zeilen der Tagebucheinträge, in denen stets die Sanftmut und Menschenliebe der Autorin durchschimmern. Ergänzend schlüpft die Schauspielerin Sofia Pekkari in die Rolle der Astrid Lindgren und erzählt aus der Ich-Perspektive. Der Film begleitet sie vom ersten Kriegstag im Jahr 1939 bis zum Ende des Konflikts und beleuchtet ihre Sorgen um die Menschheit sowie ihre persönliche Reflexion über die eigene privilegierte Situation. Dabei beweist die Autorin eine bemerkenswerte und vorausschauende Weitsicht auf die politischen Entwicklungen jener Zeit.

Die Filmreihe „KINO Bocholt – der besondere Film“ besteht bereits seit 1977 als Kooperation des Fachbereiches Bildung und Kultur der Stadt Bocholt mit dem Kinodrom Bocholt. Das Ziel dieses langjährigen Angebots ist es, außergewöhnliche Filme, die sonst nicht im regulären Programm laufen, einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Karten für die Vorstellung sind zum Preis von 7 Euro erhältlich, Trailer und Tickets können über die Internetseite des Kinodroms auf www.kinodrom.de abgerufen werden.

 

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