Temperaturschwankungen haben in den vergangenen beiden Tagen zu Fehlalarmen an der Tiefgarage unter dem Europaplatz geführt. Durch den raschen Wetterumschwung bildete sich Kondenswasser, das in einzelne Rauchmelder eindrang und die automatische Alarmierung der Feuerwehr auslöste. Die Stadtverwaltung arbeitet bereits an einer technischen Lösung für das witterungsbedingte Problem.
Sowohl gestern als auch am heutigen Morgen rückte die Feuerwehr Bocholt aufgrund automatischer Brandmeldungen zur Tiefgarage unter dem Europaplatz aus. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch schnell Entwarnung geben, da kein tatsächliches Brandereignis vorlag. Ursache für die Auslösungen war der rasche Temperaturwechsel der vergangenen Tage. Der schnelle Anstieg von zuvor herrschenden Minusgraden auf zweistellige Pluswerte führte dazu, dass sich an den kalten Betondecken des ersten Untergeschosses in der sich noch nicht im Betrieb befindenden Tiefgarage Kondenswasser bildete.
Diese Feuchtigkeit gelangte in das Gehäuse einzelner Brandmelder und täuschte dort eine Rauchentwicklung vor, was zur systembedingten Alarmierung führte. Die zuständigen Fachleute der Stadtverwaltung arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, eine technische Lösung zu finden, um die Melder vor dem Eintritt von Kondenswasser zu schützen und weitere Fehlauslösungen bei ähnlichen Wetterlagen zu unterbinden.
Die Stadt Bocholt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Eröffnung der Tiefgarage weiterhin von der Zustellung eines noch ausstehenden Simulationsgutachtens für die Brandschutzanlage abhängt. Erst wenn dieses Dokument vorliegt und positiv bewertet wurde, kann die Freigabe der Parkflächen für Bürgerinnen und Bürger erfolgen. Die Verwaltung betont, dass die aktuellen, witterungsbedingten Fehlalarme in keinem technischen oder ursächlichen Zusammenhang mit dem noch fehlenden Gutachten stehen.









