Die Stadt Bocholt bietet auch 2026 wieder öffentliche Führungen zur Geschichte des Bocholter Stadtwaldlagers an. Neu im Programm sind ab diesem Jahr außerdem Stolpersteinrundgänge, die ebenfalls online buchbar sind. Damit erweitert das Bocholter Stadtmuseum sein Führungsprogramm zur lokalen NS-Geschichte.
Das Bocholter Stadtwaldlager ist Zeugnis eines der wechselvollsten Kapitel der Bocholter Stadtgeschichte. Als Standort der Österreichischen Legion, als Kriegsgefangenenlager während des Zweiten Weltkriegs und später in der Nutzung als „Palestine Transit Camp“ erzählt das Gelände bis heute von den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts, vom Leben der Menschen in Bocholt während des Krieges und von den Nachwirkungen dieser Zeit.
Die Stolpersteinrundgänge widmen sich den auf den Gehwegen verlegten kleinen Messingtafeln, die an Menschen erinnern, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Stolpersteine sind Teil des größten dezentralen Mahnmals der Welt und auch im Stadtgebiet Bocholt an vielen Stellen zu finden.
Im Rahmen des geführten Rundgangs besuchen die Teilnehmenden ausgewählte Stolpersteine und erfahren mehr über die Schicksale der Menschen, an die sie erinnern. Dabei wird deutlich, dass die Geschichte der NS-Zeit nicht nur in fernen, großen Städten stattgefunden hat, sondern auch direkt bei uns vor Ort.
Alle öffentlichen Führungen sind kostenfrei. Um vorherige Anmeldung wird jedoch gebeten. Weitere Informationen zu Anmeldungen und privaten Führungsanfragen gibt es auf der Homepage des Stadtmuseums oder telefonisch unter 02871 / 953-2171.
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