Am Donnerstag, 10. September 2026, beteiligt sich die Stadt Bocholt am bundesweiten Warntag zur Erprobung aller Warnsysteme. Pünktlich um 11 Uhr werden im gesamten Stadtgebiet Sirenen sowie digitale Warnkanäle ausgelöst, um die Funktionsfähigkeit der Technik sicherzustellen. Zeitgleich informiert die Stadtverwaltung über das Netz der örtlichen Notfallinformationspunkte für längerfristige Krisenlagen.
„Der bundesweite Warntag dient dazu, die vorhandenen technischen Schnittstellen einem Belastungstest zu unterziehen und die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Signalen vertraut zu machen“ erklärt Martin Bühs von der Feuerwehr Bocholt, dort zuständig für Großschadensereignisse, „schnelle und zuverlässige Warnmeldungen schaffen im Ernstfall den entscheidenden zeitlichen Vorsprung, um selbst Schutzmaßnahmen ergreifen zu können und Gefahrenbereiche zu meiden.“ Neben den klassischen Sirenenanlagen umfasst der Funktionstest moderne digitale Kanäle wie Warn-Apps und das zellulare Benachrichtigungssystem Cell Broadcast, das Mitteilungen direkt auf Mobiltelefone sendet.
In Bocholt beginnt der Sirenentest um 11 Uhr mit einer festgelegten Tonabfolge zur Überprüfung aller Anlagen. Zunächst ertönt ein einminütiger Dauerton, der die Entwarnung darstellt. Nach einer kurzen Pause folgt ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton, der im Ernstfall die Bevölkerung vor akuten Gefahren warnt und zum Einschalten des Radios sowie zum Aufsuchen geschlossener Räume auffordert. Nach einer weiteren Unterbrechung schließt die Probe mit einem erneuten einminütigen Dauerton zur Entwarnung ab.
Über die akustischen und digitalen Warnwege hinaus verfügt die Stadt Bocholt über ein strukturiertes Netz sogenannter Notfallinformationspunkte. Diese Anlaufstellen gewinnen dann an Bedeutung, wenn elementare Versorgungsnetze wie Strom, Festnetztelefonie oder Mobilfunk über einen längeren Zeitraum zusammenbrechen. In solchen Szenarien dienen die Punkte als verlässliche Informationsstellen, an denen Bürgerinnen und Bürger verifizierte Lageberichte erhalten, Verhaltenshinweise bekommen und lebenswichtige Notrufe direkt an die Einsatzleitung übermitteln können. Die Notfallinformationspunkte werden ausschließlich bei tatsächlichen Großschadenslagen oder langanhaltenden Infrastrukturausfällen personell besetzt. Am Warntag selbst bleiben die Einrichtungen geschlossen, da sich die Übung auf die Warninfrastruktur konzentriert.
Details zu den Standorten der Notfallpunkte und zur persönlichen Krisenvorsorge sind auf der städtischen Website unter www.bocholt.de/krise abrufbar.
Warnsirene auf dem Dach der Feuerwehr- und Rettungswache
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