Die Stadt Bocholt und der Kreis Borken haben im Rahmen eines Arbeitsbesuchs ihr gemeinsames Konzept für Notfall-Informationspunkte einer 28-köpfigen niederländischen Delegation vorgestellt. Im Sporker Saal erhielten die Gäste aus der Sicherheitsregion Kennemerland sowie mehrere niederländische Bürgermeister praxisnahe Einblicke in die Einrichtung und den Betrieb der zentralen Krisenanlaufstellen.
Die Veranstaltung, die gemeinsam vom Kreis Borken und der Stadt Bocholt im Sporker Saal an der Dinxperloer Straße ausgerichtet wurde, widmete sich intensiven Fachgesprächen zur Krisenkommunikation und Notfallinfrastruktur. Begrüßt wurden die Anwesenden von Dr. Elisabeth Schwenzow, Vorstandsmitglied und Sicherheitsdezernentin des Kreises Borken, sowie von Bocholts Bürgermeister Christian Mangen.
„Mit den Notfall-Informationspunkten schaffen wir verlässliche Anlaufstellen für unsere Bürgerinnen und Bürger in Ausnahmesituationen“, so Mangen. Er und Elisabeth Schwenzow hoben die Wichtigkeit der interkommunalen Vernetzung sowie des kontinuierlichen Wissensaustauschs mit den niederländischen Nachbarn hervor.
Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten Vertreterinnen und Vertreter der Sicherheitsregion Kennemerland, die Bürgermeister der niederländischen Kommunen Bloemendaal, Haarlemmermeer, Heemskerk und Zandvoort sowie der Bürgermeister der Nachbargemeinde Aalten, Anton Stapelkamp.
Die niederländischen Gäste zeigten großes Interesse an den praktischen Erfahrungen der hiesigen Verwaltungen bei der Planung und dem Betrieb von Notfall-Informationspunkten. Im Mittelpunkt standen administrative Zuständigkeiten, die krisenfeste Kommunikation mit der Bevölkerung sowie konkrete Herausforderungen bei langandauernden Versorgungsengpässen wie etwa großflächigen Stromausfällen.
Im Anschluss an die theoretischen Präsentationen von Florian Laubrock und Esther Hoffmann vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung des Kreises Borken und Dieter Helbig vom Fachbereich Öffentliche Ordnung der Stadt Bocholt besichtigte die Delegation den vor Ort aufgebauten Notfall-Infopunkt im Sporker Saal, um Equipment und Abläufe direkt zu begutachten.
Es ist geplant, die Zusammenarbeit mit der niederländischen Sicherheitsregion weiter zu intensivieren: So ist beispielsweise vorgesehen, dass Mitarbeitende der Stadt Bocholt im Oktober an einer Übung zum Betrieb von Notfall-Informationspunkten im benachbarten Aalten teilnehmen.
Über Notfall-Informationspunkte
Notfall-Informationspunkte sind im gesamten Kreisgebiet an strategisch gut erreichbaren Standorten vorgeplant, um im Falle einer Ausnahmelage kurzfristig besetzt zu werden. Sie dienen der Bevölkerung primär als Anlaufstelle zum Absetzen dringender Notrufe bei einem Ausfall regulärer Telefonnetze sowie zur Vermittlung aktueller Lageinformationen.
Darüber verfügen erweiterte Notfall-Infopunkte über eine Notstromversorgung, um bei einem langandauernden großflächigen Stromausfall die Kühlung lebensnotwendiger Medikamente, das Aufladen von Beatmungsgeräten oder das Erwärmen von Säuglingsnahrung zu ermöglichen.
Die Betreuung der Punkte erfolgt durch geschultes Personal aus den Verwaltungen. Neben dem Sporker Saal stehen in Bocholt unter anderem mehrere Turnhallen von Schulen sowie städtische Gebäude als vorbereitete Standorte bereit. Ergänzend bleiben auch die Hauptfeuerwache, das Feuerwehr-Gerätehaus in Suderwick und die Polizeiwache als Notrufanlaufstellen im Krisenfall erreichbar.
Viele weitere Informationen zum Katastrophenschutz und eine Übersicht über alle Notfall-Infopunkte im Kreis Borken gibt es unter akut.kreis-borken.de.
Die Stadt Bocholt und der Kreis Borken werten den Besuch der niederländischen Delegation als wertvollen Impuls für die Weiterentwicklung regionaler und grenzüberschreitender Schutzkonzepte.
Gemeinsame Pressemitteilung des Kreises Borken und der Stadt Bocholt
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Niederlanden gemeinsam mit Dr. Elisabeth Schwenzow (4. von links) und Bürgermeister Christian Mangen (2. von links) am Sporker Saal
© Stadt Bocholt









