Steigende Energiekosten und Unsicherheiten bei der Energieversorgung stellen Unternehmen vor immer
größere Herausforderungen. Gleichzeitig sehen sich Betreiber von Photovoltaik- und Windenergieanlagen mit
sinkenden oder sogar negativen Einspeisevergütungen sowie Einschränkungen bei der Netzeinspeisung
konfrontiert. Einzelbetriebliche Lösungen stoßen dabei häufig an ihre Grenzen. Mit dem neuen Förderprojekt
„ReNET-EV – Regionale netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten“ sollen deshalb innovative Ansätze
entwickelt werden, die über den einzelnen Betrieb hinausgehen. Ziel ist es, Unternehmen in Gewerbegebieten
dabei zu unterstützen, gemeinsam nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Energielösungen zu gestalten.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung, zu der die Stadt Bocholt sowie die Wirtschaftsförderung Bocholt und
die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken in die Gastronomie Taro’s im Industriepark einluden,
wurde das Projekt am heutigen Montag vorgestellt und erläutert, wie im Industrie- und Gewerbegebiet I-Park
Bocholt kooperative Energieverbünde entstehen können. Dabei stehen insbesondere die Vorteile für die beteiligten
Unternehmen sowie die gemeinsame Entwicklung praxistauglicher Lösungen im Mittelpunkt. Das Projekt wird
außerdem von der stadtwerker GmbH Bocholt (vormals BEW) begleitet. 40 Unternehmensvertreter/innen folgten
der Einladung.
Ansprechpartnerin für interessierte Unternehmen im Kreis Borken ist Renate Warmers, warmers@wfg-borken.de,
Innovationsberaterin bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG Borken).
Zum Hintergrund:
Das Projekt ReNET-EV läuft von April 2026 bis März 2029 und wird mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-
Programm Nordrhein-Westfalen gefördert, das von der Europäischen Union kofinanziert wird. Projektpartner sind
die Wirtschaftsförderungen der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster, die FH
Münster und RIZM Energy. Im Kreis Borken zählen der I-Park Bocholt und das Gewerbegebiet Gronau-Ost zu den
Pilotstandorten, an denen gemeinsam Konzepte für eine klimafreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung
entwickelt werden.