Die Stadt Bocholt hat in dieser Woche mit der Installation intelligenter Parksensoren auf öffentlichen Stellflächen begonnen. Auf den Parkplätzen zwischen der Dietrichstraße und der Hermannstraße wurden bereits die ersten Sensoren zur Belegungsprüfung befestigt. Das Projekt ist Teil der digitalen Strategie der Stadtverwaltung sowie der digitalen Stadtentwicklung, um die Parkplatzsuche in der Innenstadt künftig in Echtzeit zu erleichtern.
Mit der Montage der ersten Sensorreihe setzt die Stadt Bocholt einen Baustein ihres digitalen Parkraummanagements um. Auf den Parkflächen zwischen der Dietrichstraße und der Hermannstraße brachte ein beauftragtes Unternehmen am Donnerstag smarte Bodensensoren an. Zeitgleich wurden auf dem Parkplatz westlich des Theodor-Heuss-Rings vorbereitende Arbeiten durchgeführt, um dort in Kürze weitere Messsysteme zu installieren.
„Die eingesetzten Sensoren erfassen über eine integrierte Induktionsschleife verlässlich, ob ein Stellplatz durch ein Fahrzeug belegt ist“, erklärt Hany Omar, Chief Digital Officer der Stadt Bocholt. Die Befestigung erfolgt auf der Fläche an der Dietrichstraße bodenschonend mit einem speziellen Klebstoff, sodass keine baulichen Eingriffe in die Fahrbahndecke notwendig sind. Je nach örtlicher Gegebenheit können auch andere Sensoren zum Einsatz kommen, so Omar.
"Wir testen das System zunächst auf dieser überschaubaren Parkfläche, um Erfahrungen über den Betrieb und die Funktionsweise zu sammeln", erklärt Hany Omar, Chief Digital Officer der Stadt Bocholt. Die Sensoren haben einen eingebauten Akku, der nur etwa alle sechs Jahre getauscht werden muss.
Auf dem Parkplatz zwischen Dietrichstraße und Hermannstraße erprobt die Stadtverwaltung zudem eine besondere Verknüpfung: Im Bereich von zwei vorhandenen Elektro-Ladesäulen der stadtwerker werden die Sensordaten direkt mit den Nutzungsinformationen der Ladeinfrastruktur zusammengeführt.
"Man kann so direkt sehen, ob die Säule und der Parkplatz frei sind", führt Omar aus. Damit solle unter anderem verhindert werden, dass Ladepunkte durch Fahrzeuge blockiert werden, ohne dass ein Ladevorgang stattfindet.
Das Vorhaben ist Bestandteil der Smart-City-Strategie der Stadt Bocholt. „Langfristiges Ziel ist es, die Belegungsdaten auf einer zentralen Plattform zu bündeln“, erklärt die für die Umsetzung der Digitalstrategie zuständige Kämmerin Jennifer Menk. „Über eine zugehörige App oder über unsere Website können Bürgerinnen und Bürger sowie Auswärtige diese Daten dann abrufen“, so Menk.
"Mit dem Aufbau eines digitalen Parkraummanagements bieten wir Bürgerinnen, Bürgern sowie Gästen unserer Stadt künftig einen echten Mehrwert“, hofft auch Bürgermeister Christian Mangen. „Wer schon vor Fahrtantritt weiß, wo ein freier Stellplatz wartet, spart Zeit und Nerven." Auch die bereits seit einigen Jahren nicht funktionsfähigen Parkplatz-Leitschilder sollen im Zuge der Umsetzung des Smarten Parkraummanagements ertüchtigt werden.
Interessierte finden weiterführende Informationen zum Projekt unter www.bocholt.de/digitale-strategie.
Hany Omar, Bocholts CDO (rechts) begutachtet die Anbringung der intelligenten Sensoren durch Mentor Sinani (GTF Wiesbaden).
© Stadt Bocholt









