Die Stadt Bocholt erhält für ihre Bildungsarbeit erneut eine finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 34.920 Euro. Bürgermeister Christian Mangen und Isabel Testroet, Geschäftsbereichsleiterin VHS und Junge Uni, nahmen den Förderbescheid für das Projekt „Vielfalt (mit)gestalten – Fokus 2026: Bildungswege demokratisch, professionell, gemeinsam und nachhaltig stärken“ in Münster entgegen.
Die Mittel fließen in Programme, die das Miteinander stärken und u.a. junge Menschen für demokratische Werte begeistern sollen.
Die feierliche Übergabe fand in den Räumen der Bezirksregierung Münster statt, wo Regierungspräsident Andreas Bothe die Bescheide an insgesamt 14 Einrichtungen aus der Region verteilte. Er hob hervor, dass Bildung sich ständig weiterentwickeln muss, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu festigen. Für Bocholt ist es bereits das vierte Mal seit 2022, dass die Stadt erfolgreich Gelder aus diesem speziellen Fördertopf für die regionale Bildungsentwicklung erhalten hat.
Das Geld wird für das Projekt „Vielfalt (mit)gestalten“ eingesetzt, das in den kommenden Monaten ein dichtes Netz an Angeboten für die Bürgerinnen und Bürger sowie insbesondere für Schülerinnen und Schüler knüpft. Ziel ist es, die demokratische Kultur in Bocholt fest zu verankern und die Bildungswege in der Stadt moderner und persönlicher zu begleiten. Dabei spielt auch die Erinnerungskultur eine zentrale Rolle, die durch neue und lebendige Formate vermittelt werden soll. „Wir möchten Demokratie für alle Generationen greifbar machen und freuen uns, dass wir durch die Landesmittel nun weitere spannende Projekte umsetzen können“, freut sich Isabel Testroet. „Besonders für junge Menschen schaffen wir mit diesem Programm Angebote, die über das klassische Lernen hinausgehen und den Blick für ein offenes Miteinander schärfen.“
Hinter dem Vorhaben steht ein breites Bündnis lokaler Akteure. Die Volkshochschule und die Junge Uni arbeiten hierfür eng mit dem Stadtmuseum, dem Stadtarchiv, dem Stadttheater und dem Verein für Heimatpflege zusammen. Auch der Kreis Borken und die Volkshochschule Borken sind als Partner mit an Bord. Diese enge Vernetzung sorgt dafür, dass die Projekte viele Menschen in der Region erreichen und unterschiedliche Perspektiven einfließen können.
Ein erster Höhepunkt im Programm steht bereits am 29. April an. Dann finden multimediale Lesungen für Schulen statt, die auf der Graphic Novel „Drei Steine“ basieren und ein klares Zeichen gegen Rechtsradikalismus setzen. Begleitet wird die Lesung von einer Ausstellung für Jugendliche ab der achten Klasse. Schulen haben derzeit noch die Möglichkeit, sich für diese Termine anzumelden.
Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Aktionen geplant. Im Herbst wird u.a. in Kooperation mit dem Geschäftsbereich Kultur und Archiv die Ausstellung „Deutschland. Israel. Einblicke“ gezeigt. Zudem wird sich die Stadt an der Interkulturellen Woche beteiligen. Den Auftakt zur neuen VHS-Saison macht am 10. September eine Veranstaltung, die sich der kulturellen Vielfalt in Bocholt auf unterhaltsame Weise widmen wird.
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