Die Stadt Bocholt und die niederländische Gemeinde Aalten wollen beim Klimaschutz und der Energiewende künftig zusammenarbeiten. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Dinxperlo stellten Sascha Terörde (Stadt Bocholt) und Rik Gommers (Gemeinde Aalten) die aktuellen Planungen beider Kommunen vor.

Im Mittelpunkt stand die schrittweise Umstellung auf klimafreundliche Energieversorgung beiderseits der Grenze. Ziel ist es, Gebäude besser zu dämmen und verstärkt erneuerbare Energien sowie Wärmepumpen einzusetzen. Gommers betonte, dass dies nur gemeinsam mit den Hausbesitzern gelingen könne. In den Niederlanden soll im Projekt FutureBEEing der Stadtteil Dinxperlo-Ost als Pilotgebiet dienen, um zum Beispiel neue Formen der Wärmeversorgung zu erproben.

Terörde erklärte, dass Klimaschutz weit über die Energiefrage hinausgehe. Auch Themen wie Starkregen, Trockenheit, Hitzeentwicklung in Städten müssten im Rahmen der Klimaanpassung grenzübergreifend betrachtet werden. Am Beispiel der Wasserqualität und dem Grundwasserschutz erläuterte er, wie verbunden Bocholt und Aalten in diesen Themen sind. „Geologisch und naturräumlich gesehen sind wir miteinander verbunden“, sagte er mit Blick auf die Region Bocholt, Suderwick und Dinxperlo.

Bocholt arbeitet derzeit an der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung und prüft zusätzliche Flächen und Projekte für Erneuerbare Energien. Gleichzeitig sollen mehr Grünflächen und Bäume helfen, Städte klimaresilienter zu machen.

Die Zusammenarbeit erfolgt unter anderem im Rahmen des aktuellen deutsch-niederländischen Projekts „FutureBEEing“, das nachhaltige Lösungen für bestehende Wohnquartiere entwickeln soll. Beide Seiten sehen in der grenzübergreifenden Kooperation Chancen für die zukünftige Energieversorgung, aber vor allem darin, voneinander zu lernen und Lösungen auf die jeweils eigenen Fragestellungen zu übertragen.

 

Sascha Terörde (Stadt Bocholt) bei den D-NL Grenzgesprächen
© Frank Vinkenvleugel