Der bundesweite Ehrentag am morgigen 23. Mai macht auf die große Bedeutung gesellschaftlichen Engagements aufmerksam. Die Stadt Bocholt nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf die fortlaufende und erfolgreiche Qualifizierung junger Menschen in der Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der Jugendleiterausbildung hinzuweisen.

Neben einer engen Kooperation mit dem August-Vetter-Berufskolleg bietet die Stadtverwaltung auch regelmäßig Ausbildungsgänge für Interessierte an.

Der Erwerb der bundesweit anerkannten Jugendleiter-Card, kurz JuLeiCa genannt, stellt ein wichtiges Fundament für die Qualität der Vereinsarbeit und der offenen Jugendarbeit im Bocholter Stadtgebiet dar. Zuletzt haben am August-Vetter-Berufskolleg wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler diese Qualifikation erfolgreich zum Abschluss gebracht. Im Rahmen der schulischen Ausbildung erwerben die Teilnehmenden umfassende soziale, organisatorische und kommunikative Kompetenzen. Die Vermittlung von pädagogischen Grundlagen, rechtlichen Aspekten sowie der Erhalt eines Erste-Hilfe-Scheins bereiten die Jugendlichen außerdem auf die spätere Praxis vor.

Das August-Vetter-Berufskolleg nimmt dabei eine besondere Rolle ein, da es die Jugendleiterausbildung als Schule eigenständig in den Schulalltag integriert und als schulische Veranstaltung anbietet. Laut der betreuenden Fachlehrkräfte Christina Zydra-Echelmeier und Christiane Pross-Löhner zeigen die Jugendlichen während der schulischen Einheiten ein bemerkenswertes Maß an Motivation und Teamgeist. Die Ausbildung im geschützten Rahmen der Schule biete eine ideale Möglichkeit, theoretisches Wissen direkt in praktisches Handeln umzusetzen. „Für die Schülerinnen und Schüler ist diese Ausbildung eine hervorragende Gelegenheit, über den Tellerrand des normalen Unterrichts hinauszublicken. Sie lernen hier früh, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, und erwerben Kompetenzen, die sie sowohl im Ehrenamt als auch auf ihrem weiteren Lebensweg intensiv nutzen können“, so Zydra-Echelmeier.

Um das Fundament der lokalen Jugendarbeit breit aufzustellen, beschränkt sich das städtische Engagement und die Jugendleiterausbildung nicht nur auf den schulischen Sektor. Die Stadt Bocholt ermöglicht regelmäßig auch anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu dieser Qualifizierung.

„Die Kombination aus schulischer Ausbildung, externen Lehrgängen und kontinuierlichen Fortbildungen sichert qualifizierten Nachwuchs für die örtlichen Sportvereine, Jugendverbände und Freizeiteinrichtungen, die ohne den freiwilligen Einsatz der nachfolgenden Generationen kaum existieren könnten“, erklärt Nicole van Baal vom Fachbereich Jugend und Familie bei der Stadt Bocholt.

 

Jugendleiterausbildung im August-Vetter-Berufskolleg
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