Intensive Einblicke in Industrie, Bildungskonzepte und lebendige Kultur: Eine vierköpfige Delegation der Stadt Bocholt hat vom 20. bis 23. August 2026 die litauische Partnerstadt Akmenė besucht. Anlass war das traditionelle Stadtfest, zu dem Akmenė alljährlich seine internationalen Partnerkommunen einlädt.
Neben der Bocholter Delegation – bestehend aus der stellvertretenden Bürgermeisterin Gudrun Koppers, Stadtverordnetem Martin Rudde, Sonja Wießmeier (Stadtverwaltung Bocholt) sowie Gerd Hagedorn von der Bocholter Kunst- und Kulturgemeinschaft (KuKuG) – nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter aus Lettland (Dobele), Polen (Konin), Estland (Viru-Nigula) und der Ukraine (Skhidnytsia und Verkhnodniprovsk) an dem mehrtägigen Arbeitsprogramm teil.
Gleich nach der Ankunft loteten die Gäste in ersten Fachgesprächen mit der Kulturbeauftragten der Stadt Akmenė konkrete Kooperationsansätze aus. Es folgten Treffen mit Akteuren der lokalen Kulturszene, darunter Vertretern des örtlichen Fotoclubs sowie freischaffenden Künstlern. Beim traditionellen „Weißen Abend“ vor dem Kulturzentrum in Naujoji Akmenė stand der direkte und ungezwungene Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt.
Ein Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Entwicklung der Region: Bei einer Betriebsführung durch das Zementwerk Akmenės Cementas informierten sich die Teilnehmer über Nachhaltigkeitsmaßnahmen des Unternehmens, an dem die deutsche Schwenk Baustoffgruppe 97 Prozent der Anteile hält. Zudem besichtigte die Gruppe das Industriegebiet mit der VMG Group und dem Hersteller Bigso in Venta, einem der traditionsreichsten Zulieferer des Möbelkonzerns IKEA.
Zukunftsorientierte Bildung und internationale Vernetzung
Auch der Bildungssektor bot praxisnahe Impulse: Die Delegation besuchte eine Schule in Naujoji Akmenė, die ihren MINT-Bereich mit Mitteln des europäischen Programms „NextGenerationEU“ gezielt ausgebaut hat – unter anderem um Angebote in den Bereichen Drohnenbau und Laserschneiden. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch einer örtlichen Kindertagesstätte mit Blick auf die frühkindliche Bildung und U3-Betreuung.
Den feierlichen Schlusspunkt setzte ein gemeinsamer Delegationsabend im Sportzentrum, an dem auch der japanische Botschafter in Litauen, Shinsuke Shimizu, teilnahm, dessen Heimatland ebenfalls durch eine Partnerstadt mit AkmenÄ— verbunden ist.
Positives Fazit der Delegation
"Die Begegnungen in Akmene verdeutlichten den gemeinsamen Willen zu einer intensiveren Zusammenarbeit in vielen Bereichen wie Kultur, Wirtschaft, Verwaltung und Bildung" so die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Koppers. Sie hofft darauf, dass die Gespräche vor Ort die Realisierung weiterer gemeinsamer Projekte von Bocholt und Akmene nach sich ziehen.Â
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Ein Teil der über das EU Programm NextGeneration EU geförderten technischen Ausstattung des Gymnasiums in Akmene
© Stadt Bocholt - sw









