Die Stadt Bocholt setzt ihre Unterstützung für die ukrainische Solidaritätspartnerstadt Werchniodniprowsk mit weiteren Sachlieferungen und Hilfstransporten fort. Im April erreichten umfangreiche Schulmöbel sowie digitale Technik die Bildungseinrichtungen vor Ort, um unter anderem die Versorgung von Binnengeflüchteten zu verbessern. Parallel dazu bereiteten ehrenamtliche Helfende am vergangenen Wochenende eine weitere Lieferung mit medizinischen und pflegerischen Hilfsmitteln vor.

Tische, Stühle, Lehrermobiliar, vier Smartboards, 104 Tablets sowie refurbed Notebooks aus Beständen der Stadt Bocholt sind bereits im April in der ukrainischen Solidaritätspartnerstadt Werchniodniprowsk angekommen. Die Sachspenden wurden dort in Schulen und Bildungseinrichtungen aufgebaut. Sie dienen unter anderem dazu, die höhere Schülerzahl durch Binnengeflüchtete aufzufangen. Die Stadt Bocholt hatte die Schulmöbel und digitale Ausstattung zur Weitergabe von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) erhalten. Die Güter stammen aus dem Projekt „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“, das kommunale Partnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Städten und Gemeinden beim Bevölkerungsschutz und Wiederaufbau unterstützt. Ergänzt wurde die Lieferung durch abgeschriebene Notebooks, die über ein Förderprojekt der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durch die Stadt Bocholt bereitgestellt werden konnten.

„Wir freuen uns sehr, dass Bocholt an diesem wichtigen Projekt teilnehmen konnte“, sagt Europabeauftragte Petra Taubach. „Die Lieferung zeigt ganz konkret, wie kommunale Solidarität wirkt: Aus funktionalen Möbeln und moderner Technik werden in Werchniodniprowsk bessere Lernbedingungen und ein Zeichen der Verbundenheit. Unser Dank gilt der GIZ, der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie allen, die die Organisation und den Transport unterstützt haben.“

Auch Werchniodniprowsks Bürgermeister Gennadii Lebid dankt der Stadt Bocholt für die Unterstützung: „Diese Hilfe kommt direkt bei unseren Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften an. Die Möbel und digitalen Geräte sind für uns nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch ein starkes Zeichen, dass wir in dieser schweren Zeit nicht allein sind.“

Zusätzlich zur Stärkung des Bildungssektors wird die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in der Ukraine kontinuierlich fortgeführt. Am vergangenen Sonntag koordinierten die Stadtverwaltung und die Freiwilligenagentur gemeinsam mit dem Verein Helfende Hände St. Josef Bocholt e.V. die Verladung eines weiteren Hilfstransports. Haushaltswaren, Möbel, Schreibtische sowie zahlreiche medizinische und pflegerische Hilfsmittel wurden transportsicher verladen. Der Verein „Helfende Hände St. Josef Bocholt e.V.“ nimmt seit Beginn des russischen Angriffskrieges Sachspenden von Privatpersonen und Unternehmen aus Bocholt und Umgebung entgegen und organisiert deren Weitergabe an Menschen, die dringend Unterstützung benötigen. Bevor die Hilfsgüter auf die rund 2.500 Kilometer lange Reise in die Ukraine gehen, werden sie sorgfältig geprüft, sortiert und verpackt. In Werchniodniprowsk werden die Sachspenden unter anderem für Binnengeflüchtete sowie für Krankenhäuser und Pflegeheime benötigt. Besonders gefragt sind medizinische und pflegerische Hilfsmittel wie Rollatoren, Gehhilfen, Rollstühle, Pflegebetten, Verbandsmaterial und weitere Ausstattung für die Versorgung vor Ort.

Leo Engenhorst, Vorsitzender des Vereins „Helfende Hände St. Josef Bocholt e.V.“, dankte allen Beteiligten für die anhaltende Unterstützung: „Ohne die vielen Menschen, die spenden, sortieren, tragen, verpacken und organisieren, wäre diese Hilfe nicht möglich. Jede gut erhaltene Sachspende und jede helfende Hand trägt dazu bei, das Leben der Menschen in Werchniodniprowsk ein Stück leichter zu machen.“ Spenden können jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr im Möbellager an der Werkstraße 19 in Bocholt abgegeben werden.

 

Unterstützung für Partnerstadt Werchniodniprowsk
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