Am Montag eröffnete Bocholts Bürgermeister Christian Mangen das 17. IFCB, das noch bis zum 23.08. in der Sporthalle des Euregio Gymnasiums zu bewundern ist. Er bekam 112 FechterInnen in Aktion zu sehen, die alle 18 Fechtbahnen nutzten, die am Sonntagvormittag von Vereinsmitgliedern und früher angereisten Amerikanern, Kanadiern und Österreichern in der Sporthalle aufgebaut worden waren. Christian Mangen zeigte sich „beeindruckt davon, was in Bocholt vom Fencing Team Bocholt mit dem IFCB Großes auf die Beine gestellt werde“. Auf Englisch und Deutsch hieß er die Teilnehmer herzlich willkommen. Auch in diesem Jahr macht das Camp dem „international“ in seinem Namen alle Ehre. FechterInnen aus 16 Nationen sind zusammengekommen, fechten nicht nur gemeinsam, sondern tauschen sich über alle Sprachgrenzen hinweg aus, lernen mit- und voneinander und haben Spaß bei den unterschiedlichen Aktivitäten: Am Mittwoch dürfen die Teilnehmer ein Sightseeing der anderen Art machen und den Aasee beim Aasee-Run joggend erkunden. Einige von Ihnen brauchen nur 12-13 Minuten für eine komplette Umrundung und das trotz der ersten drei intensiven Trainingstage in den Knochen.
 Das IFCB lebt vom Geist des Austauschs von Kompetenzen und Ideen und von gegenseitigem Respekt, auf den auch bei der Zusammenstellung des Trainerteams durch den aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Leistungssport und bei Ausbildungen in verschiedenen Ländern international top vernetzten Coach des Fencing Team Bocholt e.V. – Rorik Janssen - in jedem Jahr viel Wert gelegt wird. Das wirkt sich auch auf die Atmosphäre des Camps aus, weswegen Coaches, die ihre Teams zu Olympiamedaillen führten oder selbst als Fechter Medaillen bei Welt--, Europameisterschaften und Olympischen Spielen gewannen, gerne dabei sind. Sie alle versuchen, den jugendlichen FechterInnen etwas für ihre fechterische Entwicklung mitzugeben und Ihnen wichtige Impulse zu geben, um ihr Potenzial entfalten zu lernen.

Dabei steht bei allem Wettbewerb und der sportlichen Auseinandersetzung besonders der verbindende Aspekt des IFCB im Fokus. Auch in diesem Jahr ermöglicht das Fencing Team 6 jungen FechterInnen aus der Ukraine und ihrem Coach eine Auszeit vom Geschehen in ihrem Heimatland. Sie dürfen sich hier bei uns einfach mal ausschließlich Gedanken über ihren Sport machen und ansonsten entspannen.
 Besonders gut geht das am Donnerstagabend, wenn alle Teilnehmer und Triner gemeinsam zur Regeneration ins Bahia zum Schwimmen gehen.
 Krönender Abschluss ist in diesem Jahr der Grillabend auf dem Hof Slütter, die dessen Durchführung dankenswerterweise kurzfristig einrichten konnten.
 In diesem Jahr lädt der Verein dazu auch alle verbliebenen Mitarbeiter des Europahaus Bocholt ein. Alle, die dort noch arbeiten, sind in dieser Woche an verschiedenen Stellen im Hotel im Einsatz, um dafür zu sorgen, dass das IFCB in diesem Jahr noch ein letztes Mal im Europahaus stattfinden kann. Das Fencing Team Bocholt e.V. und alle Teilnehmer und Trainer möchten Ihre Wertschätzung und Ihren Dank für dieses Engagement zum Ausdruck bringen. So viele Jahre hatten wir mit dem Team des Europahauses einen verlässlichen und über die Maßen engagierten Partner an unserer Seite. Für das kommende Jahr sucht das Fencing Team noch nach einer Unterkunft, um ein weiteres IFCB durchführen zu können. Für den Erhalt des Vereins ist das IFCB ein entscheidender Stützpfeiler und die aktuelle Situation mit einigen Sorgen verbunden.
 Aber nun sind wir erstmal mitten in der Campwoche und genießen das Zusammentreffen der vielen Menschen, Kulturen, Fecht- und Trainingsstile, das abwechslungsreiche Trainingsprogramm in der Euregiohalle und nehmen wieder viele positive Erfahrungen und Verbindungen mit.

 

Jutta Hofmann

1. Vorsitzende Fencing Team Bocholt e.V.